Klasse 2
Wandertag am 6.4.2009Baumwandertag mit Wollfäden
"Wo ist nur der Schletigweg", fragte sich Frau Speidel, als sie die Bäume der Erstklässler suchte. Aber mit Hilfe einer Karte waren sie dann ganz leicht zu finden und auch die Kinder hatten die Strecke aus ihrer Kindergartenzeit noch ganz gut im Kopf:
Erst ganz steil den Berg hoch, am uralten Birnbaum vorbei, wo man sich hervorragend zum Vesper niederlassen kann, schließlich am Waldrand links in den Olnhäuser Weg einbiegen und dann ganz weit in den Wald hinein. Wir waren so gut zu Fuß und früh dran, so dass wir sogar noch in den von Kindergartenkindern erbauten Tipis spielen konnten, die ganz in der Nähe sind.
Als wir endlich unsere Bäume erreichten, staunten wir nicht schlecht: Sie waren ein ganzes Stück gewachsen und voller Knospen, die Namen der Eigentümer waren gut zu lesen und es gab kein wucherndes Dickicht, wie wir eigentlich erwartet hätten. Dies alles dank der liebevollen und regelmäßigen Pflege des Baumstücks durch einige Eltern.
Natürlich wollte jedes Kind gerne wissen, wie hoch sein Baum gewachsen war. Wir können aber noch nicht so gut mit Meter und Zentimeter umgehen. Wie sollten wir also unsere Bäume messen? Ganz einfach: Jedes Kind schnitt sich einen Wollfaden in der Größe seines Baumes ab. Wenn wir die Fäden im Klassenzimmer an die Wand hängen und das Ganze im Herbst wiederholen, wissen wir genau, wie viel jeder Baum gewachsen ist.
Ach übrigens, es sind Kirschbäume.
Außer unseren Bäumen gab es noch viel mehr im Wald zu entdecken und auszuprobieren: Wer traut sich, eine Spinne über die Jacke krabbeln zu lassen? Da waren manche Kinder mutiger als die Erwachsenen. Manche Kinder übten Weitsprung, andere zeichneten ihre Bäume ab. Auf Sandys Baum saß sogar eine winzigkleine Schnecke. Außerdem gab es jede Menge Baumstämme zum Balancieren.
Auf dem Weg hinunter nach Unterkessach blühten schon die ersten Schlüsselblumen, es gab ein Hirschgehege und wir hatten eine tolle Aussicht auf Unterkessach. "Hier müssen wir nächstes Jahr unbedingt ein Osterpicknick machen", haben wir beschlossen.
Endlich waren wir in Unterkessach beim Haus von Hannes angekommen. Eigentlich sollten die Widderner Kinder hier abgeholt werden. Die Eltern kamen auch, allerdings wollten die Kinder nicht ins Auto steigen! Schließlich gibt`s bei Hannes Rutsche, Schaukel, Schuppen, Fahrräder, Sägen, Traktoren und einen großen Hof zum Spielen! Da konnte sich manch einer nur schweren Herzens losreißen.
Nur zur Information: Beim nächsten Wandertag bewältigen wir den Hin- und Rückweg zu Fuß. Schließlich sind wir dann schon Zweitklässler! |


